Praxisorientierte und wissenschaftliche Fachtexte
Texthilfe und Coaching
Die auf dieser Seite beschriebenen Leistungen sind für Sie interessant, wenn Sie an einer Dissertation, einem Fachbuch oder einem umfangreichen Zeitschriftenaufsatz arbeiten und jemanden suchen, der Ihnen bei der Fertigstellung hilft.
Ich biete Ihnen zwei Arten von Leistungen:
- Mitarbeit an Ihrem Fachtext, zum Beispiel einzelne Textabschnitte überarbeiten oder ergänzen (Texthilfe)
- Hinweise oder Vorarbeiten, die Ihnen dabei helfen sollen, Ihr Projekt erfolgreich abzuschließen (Coaching)
Sie finden auf dieser Seite zahlreiche Beispiele, mit denen ich Sie dazu anregen möchte, auch über weniger bekannte Leistungen nachzudenken.
Wäre eine inhaltliche Prüfung Ihres Manuskripts für Sie interessant? Würden Sie durch ein Coaching Zeit und Geld sparen?
Texthilfe
Die von mir am häufigsten erbrachten Leistungen der Kategorie Texthilfe sind:
- Das Schreiben von einzelnen Teilen eines umfangreichen Texts
- Eine sehr weitgehende Überarbeitung einzelner Textabschnitte
Beide Leistungen erfordern, dass ich mich intensiv mit dem Thema des Texts beschäftige und Fachliteratur auswerte. Beide Leistungen unterscheiden sich daher von einem herkömmlichen Lektorat, das auf die sprachliche Überarbeitung begrenzt ist (Schreibstil, Grammatik).
Ein herkömmliches Lektorat wird bei mir nur selten nachgefragt.
Eine weitere Leistung besteht in der kompletten Umgestaltung eines Manuskripts, das heißt das Ganze neu gliedern, alles Überflüssige streichen und aus den verbliebenen Textpassagen einen leicht lesbaren Text machen.
Für diese Art von Aufträgen ist normalerweise kein Spezialwissen erforderlich. Ich habe zum Beispiel einen umfangreichen Text über Kommunikationspsychologie umgestaltet, obwohl mir die dort behandelten Ansätze völlig neu waren.
Ein anderes Beispiel:
Ich habe aus der Diplomarbeit eines Kunden einen Aufsatz für eine Fachzeitschrift gemacht. Meine Arbeitsschritte waren:
- Die Diplomarbeit komplett lesen und überlegen, was ich für einen Aufsatz verwenden könnte
- Mir auf dieser Basis ein passendes Thema und einen Titel überlegen
- Alle für das gewählte Thema bedeutsamen Ausführungen und Diagramme in eine neue Datei kopieren
- Die Textbausteine in eine sinnvolle Reihenfolge bringen
- Eine neue Einleitung schreiben und aus den Textbausteinen einen zusammenhängenden Text erstellen
- Den kompletten Text intensiv lesen und schwache oder fehlerhafte Passagen überarbeiten
Die fünfte Leistung der Kategorie Texthilfe besteht in der Durchsicht eines Fachtexts mit dem Ziel, inhaltliche Schwachpunkte aufzuzeigen und konkrete Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten.
Beispiel:
Ein Doktorand der Betriebswirtschaftslehre, der bereits mehr als vier Jahre an seiner Dissertation gearbeitet hatte meldete sich bei mir, weil sein Professor die Arbeit für schwach hielt. Der Doktorand fürchtete, im Promotionsverfahren zu scheitern. Er war daher bereit, seine Dissertation nachzubessern.
Dem Doktoranden war unklar, welche Passagen seiner Dissertation verbesserungsbedürftig waren, weil sein Professor nur allgemeine Hinweise gegeben hatte.
Ich sollte daher die Dissertation aufmerksam lesen und alle Passagen markieren, die ich für angreifbar hielt, immer verbunden mit konkreten Verbesserungsvorschlägen.
Die Ergebnisse waren für den Doktoranden überraschend, insbesondere weil ich vorgeschlagen hatte, mehrere Mängel durch die Streichung von Textpassagen zu beheben.
Ein weiterer Schwachpunkt war die Interpretation der im Rahmen einer Unternehmensbefragung erhobenen Daten. Hier reichte bereits eine Umformulierung der betreffenden Textpassagen.
Ich konnte mit wenig Aufwand sehr deutliche Verbesserungen erreichen, weil die Dissertation vom Ansatz her in Ordnung war. Das Kernproblem lag in der schwachen Umsetzung des Grundkonzepts. Gefragt waren handwerkliche Fähigkeiten.
Coaching
Meiner Ansicht nach sollten Sie ein Coaching vor allem dann in Betracht ziehen, wenn Sie mit einem der folgenden beiden Nachteile zu kämpfen haben:
- Dauerstress, zum Beispiel durch eine anhaltend hohe Arbeitsbelastung, kann Ihrer Kreativität abträglich sein (wenn Sie den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen oder wenn Sie zu wenig Zeit haben, um in Ruhe nach Antworten auf offene Fragen zu suchen)
- Fehlende Erfahrung mit vergleichbaren Situationen kann zur Folge haben, dass Sie falsche Prioritäten setzen (zum Beispiel können Sie fachliche Kritik an Ihrer Dissertation oft nur richtig einordnen, wenn Sie eine klare Vorstellung davon haben, wie Ihre Dissertation später begutachtet wird)
Meine Beispiele sollen Ihnen zeigen, welchen praktischen Nutzen ein Coaching haben kann:
1. Beispiel
Ein Student sollte in seiner Masterarbeit einen Überblick über empirische Untersuchungen zu seinem Thema geben. Der Student meldete sich bei mir, weil er sich durch diese Vorgabe überfordert fühlte.
Ich hatte mir aus diesem Grund die E-Mail mit den Instruktionen des Professors angesehen.
Der Student hielt die Instruktionen für unklar. Er fürchtete, falsch an den Literaturüberblick heranzugehen und dadurch eine relativ schlechte Note für seine Masterarbeit zu erhalten.
Ich sollte daher die Instruktionen des Professors interpretieren.
Ausgangspunkt waren die zeitlichen Rahmenbedingungen: Ein halbes Jahr für die gesamte Masterarbeit und somit ungefähr ein Monat für den Literaturüberblick. Da die Masterarbeit nicht übermäßig lang sein sollte, blieben für den Literaturüberblick maximal zehn Seiten.
Zu klären war daher, was der Professor unter diesen Bedingungen erwarten konnte.
Das Ergebnis:
Der Student fühlte sich überfordert, weil er die falsche Benchmark wählte (ein umfassender Literaturüberblick wie in einer Dissertation).
Mein Lösungsvorschlag bestand darin, die Vorgaben des Professors so zu interpretieren, dass sie für eine Masterarbeit sinnvoll sind. Ich hatte auch Hinweise gegeben, wie ein solcher Literaturüberblick strukturiert sein könnte.
Der Student hat den Literaturüberblick anschließend selber verfasst.
2. Beispiel:
Ein Doktorand, der bereits sehr viel Arbeit in seine Dissertation investiert hatte, wollte seine auf der betriebswirtschaftlichen Fachliteratur basierenden Ergebnisse durch eine Unternehmensbefragung untermauern. Der Doktorand wendete sich an mich, weil er nicht wusste, wie ein guter Fragebogen zu seinem Thema aussehen könnte.
Ich hatte mir auf Wunsch des Doktoranden sein Manuskript angesehen und nach empirischen Untersuchungen zu vergleichbaren Themen gesucht.
Auf dieser Basis hatte ich zunächst Vorschläge für einen Fragebogen unterbreitet. Hierzu gehörte auch, Bezüge zu den gefundenen Untersuchungen herzustellen, das heißt auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede hinzuweisen. Dies war für den Doktoranden wichtig, weil sich seine Befragung von den bisherigen Arbeiten deutlich unterscheiden sollte.
Nachdem der Doktorand meine Vorschläge kommentiert hatte, lieferte ich einen Entwurf des gesamten Fragebogens.
Einige Zeit später fragte der Doktorand nach Hinweisen zum Ablauf der Untersuchung (Pretests, was man tun kann, um die Teilnahmebereitschaft zu erhöhen).
Der Doktorand hatte mit mir nur wenig über die Auswertung seiner Daten geredet, weil aufgrund des Themas klar war, was getan werden musste. Meine Leistung war auf die Vorbereitung der Unternehmensbefragung beschränkt.
3. Beispiel
Ein Doktorand hatte seine betriebswirtschaftliche Dissertation, eine umfangreiche Branchenstudie, weitgehend abgeschlossen. Der Doktorand hatte seine Vorgehensweise nach eigener Einschätzung bislang zu wenig erläutert. Ihm fehlte Fachliteratur.
Der Doktorand meldete sich bei mir, weil er aus beruflichen Gründen überlastet war und seine Dissertation so schnell wie möglich einreichen wollte.
Meine Aufgabe bestand darin, die Dissertation zu lesen und Fachliteratur über die verwendeten Methoden zu finden.
Der Doktorand hatte bereits versucht, durch Recherchen im Internet und in Bibliothekskatalogen zum Ziel zu gelangen. Ich versuchte dies ebenfalls und kam zum gleichen Ergebnis wie der Doktorand.
In einem zweiten Anlauf suchte ich nicht nach konkreten Literaturangaben, sondern nach Zeitschriften und Büchern, in denen die Methoden behandelt sein könnten. Anschließend sichtete ich die infrage kommenden Publikationen, bei den Zeitschriften die Inhaltsübersichten der neueren Hefte und alle auf diese Weise gefundenen Aufsätze mit halbwegs passendem Thema, bei den Büchern jeweils die Inhaltsverzeichnisse und alle Kapitel mit erkennbarem Bezug zu den vom Doktoranden verwendeten Methoden.
Ich fand auf diese Weise die benötigte Fachliteratur.
4. Beispiel
Ein berufstätiger Doktorand, der bereits mehr als drei Jahre an seiner betriebswirtschaftlichen Dissertation gearbeitet hatte, wendete sich an mich mit der Bitte, sein Manuskript zu begutachten.
Der Doktorand wollte wissen, ob ich die Fortsetzung seines Projekts für sinnvoll hielt. Ich sollte meine Einschätzung begründen.
Im Beispielsfall war zu prüfen, ob die Arbeit Untersuchungscharakter hatte. Dies ist bei einer betriebswirtschaftlichen Dissertation der Fall, wenn in der Arbeit versucht wird, bestimmte Forschungsfragen mit wissenschaftlichen Methoden zu beantworten.
Das Manuskript des Doktoranden war dagegen ein sehr ausführlicher Literaturüberblick, ähnlich wie in einem Lehrbuch. Meine Einschätzung lautete daher, dass noch sehr viel zu tun war, um hieraus eine promotionswürdige Arbeit zu machen. Ich gab hierzu konkrete Hinweise.
Der Doktorand sah das Ganze ähnlich.
Ob der Doktorand sein Projekt abgebrochen oder fortgesetzt hat, ist mir unbekannt.
5. Beispiel
Bei mir meldete sich ein Doktorand, der nach Hinweisen für sein Promotionsverfahren suchte.
Der Doktorand sagte mir, dass sich sein Doktorvater wenig Zeit für ihn nimmt und auch von den Mitarbeitern des Lehrstuhls keine nennenswerte Hilfe zu erwarten ist. Der Doktorand hielt dies für einen schwerwiegenden Nachteil, weil er die Gefahr sah, im Promotionsverfahren zu scheitern.
Zu meinen Aufgaben gehörte:
- Feedback zum Entwurf eines Vortrags, mit dem der Doktorand sein Projekt im Doktorandenseminar des Lehrstuhls vorstellen sollte
- Besprechung von fachlicher Kritik an den Leistungen des Doktoranden (Ideen für mögliche Verbesserungen)
- Anregungen zur Vorbereitung auf die mündliche Prüfung (mit welchen Fragen der Doktorand aufgrund seiner Dissertation rechnen sollte)