Häufige Fragen

1. Wie kann ich einschätzen, ob Sie für mein Thema als Ghostwriter oder Texter geeignet sind?

2. Sind Sie bereit, sich mit mir für ein persönliches Gespräch zu treffen?

3. Ich möchte in unserem Vertrag offen lassen, für welche Aufgaben ich Sie bei meinem Projekt einsetzen werde. Geht das?

4. Kann ich Ihre Leistungen als Ghostwriter in Anspruch nehmen und dabei Ihnen gegenüber anonym bleiben?

5. Wie erreiche ich Sie am einfachsten per Telefon? Haben Sie feste Bürozeiten?

 

»Wie kann ich einschätzen, ob Sie für mein Thema als Ghostwriter oder Texter geeignet sind?«

Viele Kunden suchen einen Ghostwriter oder Texter mit sehr guten Vorkenntnissen.

Hierfür spricht:

Wer bereits sehr gut über Ihr Thema informiert ist, erspart Ihnen lange Erklärungen.

Ich halte dieses Kriterium für ergänzungsbedürftig, weil Sie einen Ghostwriter oder Texter meines Erachtens vor allem nach seinen Fähigkeiten beurteilen sollten.

Sehr gute Vorkenntnisse sind etwas Anderes als sehr gute Fähigkeiten für Ihr Projekt.

Außerdem werden Sie für ein Spezialthema wahrscheinlich nur Verfasser finden, die nach dem Kriterium »Vorkenntnisse« schlecht abschneiden.

Ein weiteres Kriterium, das viele Kunden für bedeutsam halten, ist die Erfahrung des Ghostwriters oder Texters mit ähnlichen Themen.

Dieses Kriterium hat einen ähnlichen Nachteil wie das erste:

Ein Ghostwriter, der mit den Themen X, Y und Z sehr gut zurecht gekommen ist, kann überfordert sein, weil ihm seine Erfahrungen mit X, Y und Z bei Ihrem Thema nicht weiterhelfen.

Ähnlichkeit ist allein zu wenig - Erfahrungen mit ähnlichen Themen können mehr oder weniger gut auf Ihr Thema übertragbar sein oder überhaupt nicht.

Eine relativ gute Übertragbarkeit von Erfahrungen können Sie meines Erachtens nur unterstellen, wenn die Ähnlichkeit sehr stark ausgeprägt ist.

Der Ghostwriter müsste demnach mindestens ein Referenzprojekt vorweisen, das Ihrem Projekt sehr ähnlich ist. Der Ghostwriter könnte Ihr Projekt in diesem Fall nach dem gleichen Muster bearbeiten wie das Referenzprojekt.

Für ein Spezialthema werden Sie wahrscheinlich keinen Ghostwriter finden, der solche Erfahrungen vorweisen kann.

Ich empfehle Ihnen daher, auch die folgenden zwei Kriterien zu berücksichtigen - ob Ihnen der Ghostwriter den gewünschten Textstil bieten kann und wie leicht oder schwer es wäre, sich in Ihr Thema einzuarbeiten.

1. Der gewünschte Textstil

Es gibt zwei Arten von nicht-fiktionalen Texten:

  • Texte für Leser, die etwas lernen oder sich informieren möchten
  • Texte für Leser, die (auch) unterhalten werden möchten

Meine Texte gehören ausnahmslos zur ersten Kategorie. Ich schreibe sachlich gehaltene Texte mit einfachen und klaren Formulierungen und neige dazu, mich kurz zu fassen.

Dies ist mein persönlicher Stil. Er beruht auf meinen Vorlieben, Erfahrungen und Kenntnissen. Meine Texte sollen informativ oder hilfreich sein.

Unterhaltung bieten Sachbücher, am Kiosk erhältliche Zeitschriften und Biografien (abgesehen von wissenschaftlichen Arbeiten). Auch Unterhaltungs-Texte können informativ sein.

Unterhaltungs-Texte erkennen Sie an unterhaltenden Stilmitteln (wie zum Beispiel saloppen Bemerkungen, Ironie oder Dramatisierung) und einem hohen Gewicht von Human-Interest-Aspekten (wie zum Beispiel Klatsch und unterhaltsamen Nebensächlichkeiten).

Der persönliche Stil ist kurzfristig nur wenig veränderbar und begrenzt daher die Einsatzmöglichkeiten des jeweiligen Ghostwriters oder Texters.

Sie können sich Texte eines für Sie infrage kommenden Ghostwriters ansehen und überlegen, ob Sie dort den von Ihnen gewünschten Stil finden.

Wenn dies nicht der Fall sein sollte, haben Sie Grund zu der Annahme, dass der Ghostwriter oder Texter für Ihr Projekt eine Fehlbesetzung wäre.

Hinweise zur Beschreibung des persönlichen Stils finden Sie in meinem Ratgeber Ghostwriter effektiv einsetzen (Kapitel »Der Stil des Ghostwriters«).

2. Die Einarbeitung in das Thema

Ich muss mich immer in mein Thema einarbeiten, weil ich den gewünschten Text erst schreiben kann, nachdem ich geklärt habe, welche Inhalte ich bringen möchte und wie ich dabei vorgehen sollte (Aufbau, Gedankenführung).

Mein Aufwand für die Einarbeitung hängt davon ab, auf welche Weise ich den Text aufbereiten soll (allgemeinverständlich oder nur für Spezialisten) und wie schnell ich die für den Text erforderlichen Informationen zusammentragen und verarbeiten kann.

2.1 Die gewünschte Aufbereitung

Im günstigsten Fall soll Ihr Text allgemeinverständlich sein, damit ihn alle am Thema interessierten Leser verstehen. Ein allgemeinverständlicher Text kann fachlich anspruchsvoll sein, was zum Beispiel für viele Dissertationen und White Papers zutrifft.

Das Gegenteil bildet die Kommunikation unter Spezialisten über ihr Spezialgebiet, zum Beispiel Texte von Zahnärzten für andere Zahnärzte oder von Steuerberatern für andere Steuerberater. In solchen Texten geht es um den Informationsbedarf einer eng abgegrenzten Lesergruppe mit sehr guten Kenntnissen auf dem Themengebiet.

Ich schreibe grundsätzlich nur allgemeinverständliche Texte. Für die Kommunikation unter Spezialisten über ihr Spezialgebiet bin ich weniger geeignet, weil mein Einarbeitungsaufwand für solche Texte in der Regel unverhältnismäßig groß wäre.

2.2 Das Quellenmaterial

Im günstigsten Fall sind die zum Schreiben Ihres Texts erforderlichen Informationen in wenigen allgemeinverständlichen Quellen zusammengefasst.

Ich hatte zum Beispiel den Auftrag, einen Fachtext über Arbeitssicherheit in der Altenpflege zu schreiben, der als Leitfaden für Pflegekräfte dienen sollte. Hierzu konnte ich in der Bibliothek auf Fachbücher zurückgreifen.

Das Gegenteil bilden nur in zersplitterter Form erhältliche Informationen. Der Ghostwriter muss sich in diesem Fall alles mühsam zusammensuchen, zum Beispiel von verschiedenen Websites, die jeweils nur Bruchteile des Gesamtbildes liefern. Bei dieser Konstellation fehlen zusammenhängende, die Orientierung erleichternde Darstellungen.

Ich bin für Themen als Ghostwriter oder Texter geeignet, zu denen ich die erforderlichen Informationen mit überschaubarem Aufwand beschaffen und verarbeiten kann. Andernfalls wäre mein Einsatz möglicherweise unwirtschaftlich.

Vorkenntnisse sind manchmal ein Vorteil, weil ein Ghostwriter seine Informationsquellen unter Umständen besser verstehen und einordnen kann, wenn er bereits mit dem Fachgebiet vertraut ist. Ob dies zutrifft, hängt von mehreren Faktoren ab, insbesondere vom Thema und dem verfügbaren Quellenmaterial.

 

»Sind Sie bereit, sich mit mir für ein persönliches Gespräch zu treffen?«

Ja, zumindest wenn Sie sich an meinen Kosten beteiligen.

Neben finanziellen Aufwendungen (zum Beispiel für die Hin- und Rückfahrt) muss ich auch kalkulatorische Kosten berücksichtigen.

Die Zeit, die ich für ein berufliches Treffen aufwende, hätte ich auf andere Weise nutzen können: zum Bearbeiten von Aufträgen oder eigenen Projekten, für meine Buchhaltung oder andere Aufgaben.

Mein Zeitaufwand hat daher für mich einen Wert, den ich mit Hilfe eines kalkulatorischen Stundensatzes berücksichtige.

Ob ich von Ihnen eine Beteiligung an meinen Kosten verlangen würde, hängt davon ab, wie ich Ihr Projekt einschätze und wie groß mein Aufwand für ein persönliches Treffen wäre.

 

»Ich möchte in unserem Vertrag offen lassen, für welche Aufgaben ich Sie bei meinem Projekt einsetzen werde. Geht das?«

Ja, mit einem Dienstvertrag.

In einem Dienstvertrag vereinbaren Sie mit mir einen Stundensatz und bezahlen mich nach der Zahl meiner Arbeitsstunden.

In einem Dienstvertrag steht außerdem, an welchem Projekt ich mitwirke, dass ich nach Ihren Vorgaben tätig werde und dass ich Ihnen regelmäßig Zwischenergebnisse und Honorarabrechnungen sende.

Sie können einen Dienstvertrag mit mir jederzeit kündigen, mit einem Tag Kündigungsfrist. Ein Kündigungsgrund ist hierfür überflüssig.

 

»Kann ich Ihre Leistungen als Ghostwriter in Anspruch nehmen und dabei Ihnen gegenüber anonym bleiben?«

Ja, Sie haben hierfür zwei Möglichkeiten:

Sie bezahlen entweder mein Honorar im Voraus oder schalten eine dritte Person ein, die für mich als Vertragspartner fungiert.

Besprechen Sie dies gegebenenfalls bitte mit mir am Telefon.

 

»Wie erreiche ich Sie am einfachsten per Telefon? Haben Sie feste Bürozeiten?«

Sie können mich entweder unangemeldet anrufen oder mit mir einen Termin für ein Telefongespräch vereinbaren, zum Beispiel per E-Mail.

Ich habe keine festen Bürozeiten, sondern richte mich nach dem, was anliegt. Daher arbeite ich manchmal auch am Abend oder den ganzen Tag in der Bibliothek.

Wenn Sie mich unangemeldet anrufen und mich erreichen, bin ich gesprächsbereit. Anrufe, für die ich gerade keine Zeit habe, überlasse ich meiner Mailbox.